Habe mich (mal wieder) verzettelt

Habe mich (mal wieder) verzettelt

Es ist irgendwie wie verhext. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass ich mit viel Schwung und Energie an ein Projekt gehe, dann kommen aber andere Anforderungen zwischenrein, also bleibt das Projekt liegen, dann kümmere ich mich noch um etwas anderes und bis ich dann wieder Zeit habe für das Projekt, bin ich gedanklich so weit weg, dass ich den Wiedereinstieg so schnell nicht mehr schaffe.

So ist es mir jedenfalls mit meinem Buchprojekt gegangen. Ich war den Winter über sehr aktiv drangesessen. Und eigentlich ist alles fertig. Ich hätte es nur noch ausdrucken und Korrekturlesen müssen. Mehr nicht. Aber dann kam meine Mutter in eine Klinik, dann war dies, dann war das. Und dann kam der März und ich hatte mir im Herbst schon ein Gartenprojekt ausgedacht, nämlich Hochbeete für ein wenig eigenes Gemüse und Salat. Da die Gemüsepflanzzeit aber bis April, spätestens Mai abgeschlossen sein sollte, bin ich im Frühjahr nicht ans Buchprojekt zurück, sondern habe mich voller Feuereifer an die Gartenarbeit gemacht, den Boden vorbereitet und so weiter.

Da kam dann auch wieder etwas zwischenrein, dann hat das Wetter nicht gepasst, dann gab es mit meinem Kind einen Notfall, es wurde dann Mai, bis die Beete fertig waren – und dann kam ein Auftrag für einen Vortrag, den ich halten sollte. Also habe ich mich voller Feuereifer in diese Arbeit reingestürzt, habe viel zu viel Zeit eingesetzt fürs Recherchieren und Umsetzen, so dass der Stundensatz am Ende so niedrig war, dass der Auftrag aus wirtschaftlicher Sicht gar nicht lukrativ war. In der Zeit ist die Gartenarbeit liegengeblieben, durch die Dürre der letzten Wochen ist alles ziemlich ausgetrocknet, es gibt kein Grundwasser mehr, das hochgepumpt werden könnte, also lasse ich Leitungswasser in ein Fass laufen und renne jetzt jeden Morgen x-Mal mit der Gießkanne vom Fass zu den Pflanzen, die am dringendsten Wasser brauchen. Einige Blumen, die schon verblüht sind, gieße ich nicht mehr und hoffe einfach darauf, dass die trotzdem überleben und im nächsten Jahr wiederkommen.

Achja, und eigentlich wollte ich ja vom Buch erzählen, mit dem ich nicht weiter vorangekommen bin. Ich hoffe jetzt darauf, dass ich im Winter, wenn die Gartensaison vorbei ist, wieder mehr Zeit habe, um am Schreibtisch zu sitzen und das Projekt nochmal in Angriff zu nehmen. Es darf nur keine andere Aufgabe zwischenrein kommen.

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